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Einsatzübung mit TSF-W-Einheiten

In unserem Amtsbereich sind mittlerweile 8 Tragkraftspritzenfahrzeuge mit Wassertank stationiert. In manchen Augen werden sie allerdings nur als kleiner Bruder eines Löschgruppenfahrzeuges gesehen. Wie schlagkräftig diese Fahrzeuge allerdings wirklich sind, das sollte eine Einsatzübung beweisen, zu der die FF Karft am Freitag, den 22.09.23, nach Waschow eingeladen hatte.

Die von Kamerad Marcel Jerzi vorbereitete überörtliche Ausbildung in Form einer Einsatzübung begann mit einer Begrüßung durch den Bürgermeister der Gemeinde Wittendörp, Kurt Bartels, sowie dem stellv. Amtswehrführer, André Froh, auf dem Gelände von Hof Zieger in Waschow. Von hier aus starteten alle Feuerwehren als auch 3 Rettungswagen des ASB Boizenburg und Hagenow in die Einsatzübung. Insgesamt beteiligten sich 40 Personen an der Einsatzübung. Sogar eine Notärztin hatte sich die Zeit genommen, um die Einsatzübung möglichst real darstellen zu können.

Alarmiert wurden die Kräfte auf das ehemalige Betriebsgelände von der Firma Fahrzeugbau Buller in Waschow, der an dieser Stelle ein Dank für die Bereitstellung ausgesprochen sei, zu einem Feuer der Kategorie 2 mit Menschenleben in Gefahr. Zu den alarmierten Feuerwehren zählten die FF Pogreß, die FF Körchow, die FF Dodow, die FF Karft und die Führungsgruppe des Amtes.

Vor Ort wartete eine komplexe Aufgabe auf die Einsatzkräfte. Eine starke Rauchentwicklung im inneren eines Betriebsgebäudes deutete auf einen fortentwickelten Brand hin. 4 Mitarbeiter der Firma waren zu diesem Zeitpunkt als vermisst gemeldet. Die nächste Wasserentnahmestelle war die Schilde, die 330m weit entfernt war. Schnell war klar, dass die Aufgabe nur zu lösen war, wenn alle Feuerwehren Hand in Hand arbeiten, sowohl personell als auch mit ihren Ressourcen.

Auch das rasche Aufbauen einer Führungsstruktur auf Verbandsebene half dabei, die sogenannte Chaosphase schnellstmöglich in den Griff zu bekommen. 4 Menschen mit verschiedenen Verletzungsmustern konnten durch die Feuerwehr aus dem Gebäude gerettet und an den Rettungsdienst am Patientenablageplatz übergeben werden. Dazu zählten eine Rauchgasvergiftung, Verbrennungen und auch eine Reanimation einer leblosen Person. Ein Atemschutznotfall wurde ebenfalls in das Szenario eingebaut, was den Schwierigkeitsgrad noch erhöhte.

Insgesamt konnten jedoch alle Aufgaben durch die Einsatzkräfte gelöst und das Ausbildungsziel damit erreicht werden. Zum Abschluss hatten Bewohner des Dorfes, von denen einige auch Darsteller in der Übung waren, eine gesellige Runde am alten Gerätehaus in Waschow vorbereitet. Unterstützt durch Kameraden der FF Karft waren Getränke und Bratwurst bereitgestellt worden und alle hatten die Möglichkeit zum Austausch, was natürlich sehr gern angenommen wurde.

Zwei Dinge konnten an diesem Abend bewiesen werden.

Erstens: Die Zusammenarbeit von ASB und Feuerwehr funktioniert sehr gut und zweitens: Die Tragkraftspritzenfahrzeuge in unserem Amt in Verbindung mit dem kameradschaftlichen Zusammenarbeiten unserer einzelnen Ortsfeuerwehren sind sehr gut in der Lage auch mal größere Einsatzstellen abzuarbeiten.