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Gemeinsamer Ausbildungsabend in Karft

„Achtung Einsatz! Es geht zu einer Türöffnung, eine Person wird vermisst.“ So oder so ähnlich könnte ein Einsatzszenario bei unseren Feuerwehren aussehen. Im schlechtesten Fall liegt hinter der verschlossenen Tür eine Person ohne Lebenszeichen. Hier muss jede(r) Feuerwehrangehörige in der Lage sein, Reanimationsmaßnahmen einleiten zu können, bis der Rettungsdienst eintrifft. Erste-Hilfe-Maßnahmen, vor allem aber lebensrettende Sofortmaßnahmen aller Art gehören zur Grundausbildung, da sie oft am Einsatzort gefordert sind.

Damit auch jeder handlungsfähig ist, führte die FF Karft zusammen mit der FF Dodow, der FF Boddin und der FF Pogreß einen gemeinsamen Ausbildungsabend in Karft durch. Die Ausbildung war durch den stellv. Wehrführer M. Jerzi organisiert worden, der durch 4 hochqualifizierte Ausbilder, die beruflich als Notfallsanitäter arbeiten, unterstützt wurde. Zur realitätsnahen Darstellung waren ebenfalls 3 Patientendarsteller vor Ort.

Nach einer kurzen Lageunterweisung am Gerätehaus der Karfter begaben sich alle Kameraden und Kameradinnen auf ihre Einsatzfahrzeuge. Die verschiedenen Ausbildungsinhalte wurden in Übungseinsätzen in Form von Stationsarbeit vermittelt. Die Feuerwehren erwartete 4 realistische Einsatzlagen. Dazu gehörte eine Reanimation nach Türöffnung; ein Motoradunfall inklusive Helmabnahme, Betreuung und Lagerung des Patienten; ein Kettensägenunfall, bei dem es darum ging, lebensbedrohliche Blutungen zu stoppen und das Auffinden einer bewusstlosen Person im Straßengraben, die vor Unterkühlung und Erstickung geschützt werden musste.

In der Auswertung waren M. Jerzi, der stellvertretende Amtswehrführer André Froh und die teilnehmenden Führungskräfte der insgesamt 32 aktiven Feuerwehrleute an diesem Abend sich einig: Die Ausbildungsziele, handlungsfähig zu sein, seine Arbeitsumgebung (das Fahrzeug) sicher zu kennen, Handlungsabläufe zu festigen, den Einsatz der taktischen Einheit (Fahrzeug + Gerät) bestmöglich zu nutzen, das Üben der Kommunikation zur Leitstelle mittels Funk, das Absichern der Einsatzstelle und das Nachfordern weiterer Kräfte, wurden vollständig erreicht. Die Mannschaft konnte realitätsnah üben, konnte aus Fehlern lernen und hatte auch sichtlich Spaß bei der Ausbildung.

Im Anschluss sorgten 5 weitere Unterstützungskräfte für eine wohltuende Verpflegung. In der Gerätehalle des Feuerwehrhauses saßen alle Anwesenden eine ganze Weile kameradschaftlich beisammen, um sich über Dies und Das auszutauschen. Damit endete ein gelungener Ausbildungsabend.

Eine qualifizierte Aus- und Fortbildung in den Feuerwehren ist ein wichtiger Bestandteil für die Gefahrenabwehr.