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Sprechfunkausbildung „Lageänderung“ in Pogreß

„Mit der Leistelle funken brauche ich nicht, das machen ja die Führungskräfte“. Dieser Gedanke mag in so manchen Köpfen festhängen. Doch ist das wirklich so? Was ist, wenn kein Führungspersonal anwesend ist und man als erstes zur Einsatzstelle kommt und die Lage ist viel komplexer als gedacht? Einfach nichts tun?

AUF KEINEN FALL NICHTS TUN! Das war der Schwerpunkt der aktuellen Sprechfunkausbildung der FF Pogreß, an der 11 Kameraden und Kameradinnen der Pogreßer teilnahmen. Zusätzlich waren noch 7 Kameraden der FF Parum (Gem. Dümmer) anwesend, die der Einladung der Pogreßer zur gemeinsamen Ausbildung am Freitag, dem 24.2.23, gefolgt waren.

Ziel war es dabei ALLE Kameraden und Kameraden dafür zu sensibilisieren, Lagemeldungen an die Leitstelle durchzugeben, damit das Personal der Leitstelle reagieren kann, um entsprechend weitere Kräfte nachzualarmieren und die Ängste davor abzubauen.

Im ersten Schritt wurde allen mit einer Planlage/ Modellage verdeutlicht, dass jeder in die Situation kommen kann, mit der Leitstelle funken zu müssen, sei es, weil das eigene Personal unvollständig ist oder die Lage vor Ort eine andere ist als auf dem Alarmierungstext. Daraufhin wurden Grundkenntnisse zur Funktion des Funkgerätes wiederholt, unter anderem auch der Wechsel in die amtseigene Rufgruppe. Das Drücken der Statustasten sollte bei jedem Feuerwehrangehörigen verinnerlicht sein. Aus diesem Grund wurde auch das nochmal am Planspiel wiederholt. Für die Rückmeldung an die Leitstelle an sich wurde das MELDEN-Schema vermittelt, für die Führungskräfte ausführlich, für alle anderen im reduziertem Maße. Die wichtigsten Informationen müssen aber zur Leitstelle, sonst kann diese eben nicht reagieren. Den Abschluss bildete dann eine praktische Übung, bei der kleine Trupps ein Einsatzfax erhielten und sich dann draußen zur angegebenen Adresse bewegen mussten. vor Ort waren Bilder zu finden, die eine andere Lage darstellten, als auf dem Fax zu lesen war. Die Teilnehmer mussten alle Statusmeldungen als Wortmeldung über Funk durchgeben und die Lageänderung an die Übungsleitung melden. 6 kleine Lagen machten es möglich, dass jeder mindestens einmal funken musste.

Nach einer kleinen Feedbackrunde war dann noch Zeit kameradschaftlich beieinander zu sitzen und ins Gespräch zu kommen. Eine gute Möglichkeit für die Parumer und Pogreßer zueinander zu finden, da mit Inkrafttreten der neuen Alarmierungsgrundlage häufiger Einsätze beider Wehren zusammen stattfinden werden.

Rundum war es ein lehrreicher und spaßiger Abend für alle Anwesenden.